Kieferorthopädie /
Präprothetische Kieferorthopädie

„Was gibt es Schöneres, als einen jungen Menschen mit einem idealisierten Gebiss – in Kenntnis seiner Gesunderhaltung – mit einem strahlenden Lächeln in das Leben zu entlassen.“

Eigentlich ist die Kieferorthopädie die Königsdisziplin im Hinblick auf die vorbeugende Vermeidung nahezu aller Erkrankungen im Zahn- Mund- und Kieferbereich.

Zunächst sorgt eine optimale kieferorthopädische Behandlung für die korrekte Positionierung der Ober- und Unterkieferzähne. Dies nicht nur innerhalb des Ober- oder Unterkiefers, sondern auch hinsichtlich der optimalen Kontaktposition zum Gegenzahn.

Hierdurch wird die von der Natur vorgesehene Funktion des Gebisses sowie die optimale Belastung jedes einzelnen Zahnes gewährleistet, was nicht nur eine wichtige Grundlage für die Gesunderhaltung aller Komponenten des Gebisses sondern auch Voraussetzung zur Vermeidung aller Arten von Muskel- und Kiefergelenkserkrankungen (CMD) ist. Diese werden häufig durch Zahnfehlstellungen oder unkorrekte (nicht lege artis durchgeführte) zahnärztliche Eingriffe – zumeist in Vergesellschaftung mit Stress – verursacht. Die optimale Zahnstellung und damit erst mögliche natürliche Funktion schützt das Gebiss vor stressbedingten Parafunktionen und daraus resultierenden Abrasionen der Zähne, Rückbildung des Zahnfleisches und muskulären Beschwerden.

Zudem beseitigt die optimale Einstellung aller Zähne eines Kiefers den in Mitteleuropa extrem verbreiteten Zahnengstand, der daraus resultiert, dass in Ermangelung erforderlicher funktioneller Beanspruchung (weiche Kost) die Größe des knöchernen Kiefers nicht mehr der Anzahl und Größe der Zähne entspricht.

Durch diesen Zahnengstand wird die Pflege der Zähne deutlich erschwert und führt so zu verstärktem Kariesrisiko. Auch kommt es im Bereich des Engstandes zu sehr dünnen Knochensepten zwischen den Zahnwurzeln. Das führt in Kombination mit der erschwerten Reinigung, der daraus häufig resultierenden Zahnfleischentzündung und der fortschreitenden Parodonditis zu einem deutlich schnelleren Knochenabbau mit daraus resultierender Lockerung und vorzeitigem Zahnverlust.

Unabhängig davon, dass durch schief und eng stehende Zähne auch eine unvorteilhafte Ästhetik resultiert, wird durch eine optimale kieferorthopädische Behandlung des Jugendlichen gemeinsam mit der Aufklärung über Zahnpflege und zahnerhaltende Maßnahmen – einschließlich beispielsweise vorgenommener Fissurenversiegelung – eine Erkrankung der Zähne oder des Zahnhalteapparates sowie funktionelle Störungen dauerhaft vermieden oder zumindest stark reduziert. Unter diesen Voraussetzungen wird die Erhaltung eines naturgesunden Gebisses über eine lange Lebenszeit Realität.

Präprothetische Kieferorthopädie

Da eine kieferorthopädische Behandlung heute – insbesondere durch moderne Verfahren – in nahezu jedem Lebensalter möglich ist, können bei Einbeziehung dieser Therapieform in ein Gesamtbehandlungskonzept wesentlich umfangreicherer prothetische Behandlungen vermieden oder aber zumindest deutlich vermindert werden. Häufig kann die Zahl der zur Aufnahme für eine Krone zu präparierenden Zähne reduziert werden, was einerseits zur Erhaltung der eigenen Zahnhartsubstanz führt und andererseits häufig auch nicht unbeträchtliche Kosten für eine hochwertige prothetische Versorgung einspart.

Alle diese Überlegungen sind Bestandteil einer modernen, an optimalen Ergebnissen – bei gleichzeitig minimalem Aufwand – orientierten Zahnheilkunde.